Warum Frosch?

Meine Frau zaubert Gärten. Man gebe ihr Pflanzen und ein Stück Erde, und schon wird daraus ein Farbenparadies.

Ich würde gern dabei helfen, aber für mich ist die Gärtnerei ein Buch mit sieben Siegeln. Ich weiß nicht, warum Erde hierhin muss, während sie dort entfernt werden soll. Pflanzen zurückschneiden? Ein Horror. Warum muss dieses Gestrüpp für den Häcksler verwahrt werden und jenes nicht? Warum muss dieser grüne Stängel noch unter Blättern ruhen, während es ein Riesenfehler ist, jenen nicht sofort und jetzt gleich zu befreien?

„Du stehst da im Garten und starrst ihn an wie ein Frosch!“

Meine Frau weiß, warum sie das sagt. Ich mag nämlich Frösche. Als Kind hatte ich welche im Terrarium, und rund ums Elternhaus inmitten von Feuchtwiesen, Gräben und Teichen hüpfte und quakte es gewaltig – Grasfrösche und Erdkröten vor allem.

Also trifft mich der Satz mit dem Frosch gewaltig. So ein Frosch kann das nämlich gut, einfach nur dasitzen und stundenlang gucken bis die nächste Fliege kommt.

Wie auch immer. Man lernt ja dazu. Inzwischen kann ich immerhin harken und Giersch ausbuddeln.

In diesem Blog wird es zweierlei geben: Erstens Fotos, konsequent aus der Froschperspektive. Seit ewigen Zeiten versuche ich Makrofotos nah an der Erde zu machen, aber die traditionellen Spiegelreflexkameras mit den gängigen Spezialobjektiven machen das nicht gerade einfach. Ein modernes Mobiltelefon mit seiner Minilinse dagegen, die überall sonst den echten Objektiven der Standard-Kameras unterlegen ist, kann dies sehr gut. Das Gerät ist klein, seine Linse liegt bei Bodenkontakt ungefähr auf Grasfrosch-Augenhöhe, und das Objektiv sorgt für brauchbare Nahfokussierung und eine hinreichende Schärfentiefe in Makrobereich.